Silbermünzen sind weltweit eine sehr beliebte Geldanlage. Sie werden von den Regierungen der einzelnen Länder in Länderhoheit ausgegeben und dienen in einigen Staaten als aktuelles Zahlungsmittel. In Deutschland werden Silbermünzen zu verschiedenen Anlässen herausgegeben und nur in einer bestimmten Stückzahl in Umlauf gebracht.Analog dem Gold handelt es sich bei Silber um eine Geldanlage, welche vor einem Kaufkraftverlust durch Währungsschwankungen weitestgehend sicher ist. Der Silberpreis wird in einem täglichen Kurs an der Börse dotiert und von sehr vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Selbst Experten auf dem Gebiet der Geldanlage fällt es oftmals sehr schwer, den Silberkurs vorauszusagen, eben weil die Einflüsse so vielschichtig sind. Wenn Währungen in einer Finanzkrise oder Rezession nachgeben, sind Silbermünzen eine Wertanlage, die von diesem Verfall der Kaufkraft nicht beeinflusst wird. Viele Menschen legen auch deshalb ihr Geld in Silbermünzen an, weil sie glauben, dass sie in Krisenzeiten damit bezahlen können. Tatsächlich ist dies in der Vergangenheit in einigen Ländern auch möglich gewesen.Silbermünzen unterscheiden sich von Geldmünzen dadurch, dass sie zu einem gewissen Anteil aus echtem Silber bestehen und nicht nur aus einer Legierung, welche auch heute noch für die Euromünzen verwendet wird. Die letzte Münze aus Silber, welche in Deutschland als Zahlungsmittel in Umlauf war, war der Heiermann. Dabei handelte es sich um die 5DMMünze, welche aus 675 Teilen Silber gegenüber 375 Teilen Kupfer bestand. Im Jahre 1974 war der Silberpreis dann soweit angestiegen, dass das Wert des Silbers den Geldwert von 5 DM überstieg. Die Münzen für den Zahlungsverkehr wurden sodann nur noch aus Legierungen hergestellt, bei der Prägung von Silbermünzen beschränkte man sich auf Sammlerstücke.Eine Silbermünze darf diese Bezeichnung tragen, wenn ihr Silbergehalt mehr als 50 Prozent beträgt. Liegt er darunter, wird die Münze als Billonmünze bezeichnet. Eine Münze mit reinem Silbergehalt besteht aus 999er Feinsilber. Anleger schätzen diese Anlageform, weil sie auch denjenigen die Möglichkeit des Sammelns bietet, die nur kleinere Beträge anlegen können. Der Wert der Münze orientiert sich am Silberkurs, welcher der Preis für eine Feinunze Silber in amerikanischem Dollar ausdrückt. Diesen Wert muss man auf den tatsächlichen Silbergehalt der Münze umrechnen und auch die Währungsschwankungen berücksichtigen, wenn der Wert der Münze in einer anderen Währung als Dollar ausgedrückt werden soll.Viele Länder haben Silbermünzen im Umlauf, welche seit Jahrzehnten bekannt sind und sich bei Sammlern einer sehr hohen Beliebtheit erfreuen. In Kanada ist es beispielsweise der Maple Leaf, welcher in kleineren Werten auch noch als Zahlungsmittel in Umlauf ist. Der American Eagle ist eine amerikanische Silbermünze, der Panda wird von der chinesischen Regierung herausgegeben.In Europa zählt Österreich mit dem Wiener Philharmoniker zu den traditionellsten Münzprägeanstalten. Aus Großbritannien kommt die Britannia-Münze.In Deutschland werden seit dem Jahre 2002 jährlich Gedenkmünzen aus Silber mit dem Gegenwert von 10 Euro herausgegeben. Obwohl diese offiziell als Zahlungsmittel dienen, werden sie dafür so gut wie nie genutzt, sondern fungieren eher als Sammlermünze.




